Fünfzig Jahre und kein bisschen leise - die ARD feiert Geburtstag und mit ihr die gesamte deutsche Fernsehlandschaft. Am 25. 12. 1952 fiel in Hamburg der Startschuss zum Deutschen Fernsehen. Der Nordwestdeutsche Rundfunk nahm seinen regulären Sendebetrieb auf - vier Tage später übrigens als der Deutsche Fernsehfunk (DFF) in der damaligen DDR. Gesendet wurde aus einem ehemaligen Hochbunker auf dem Hamburger Heiligengeistfeld, zunächst ab 20 Uhr zwei Stunden täglich und natürlich in Schwarzweiß. Den Rest des Tages über flimmerte auf den Bildschirmen der wenigen Fernseher, die damals in deutschen Wohnzimmern standen, nur ein Testbild. Spötter meinen, das sei manchmal interessanter gewesen als das eigentliche Programm. Denn in den ersten Jahren ging es auf dem Bildschirm reichlich dröge zu. Von Spaßgesellschaft damals keine Spur.

Diese Rechnung ging nicht auf. Die Zuschauer verloren rasch das Interesse an den bewegten Bildern aus der Flimmerkiste. Als die Hersteller von Fernsehgeräten bei den Sendeanstalten protestierten, weil sie immer weniger TV-Geräte verkauften, wurde als Kompromiss die erste Quizsendung ins Programm gehoben: "Was bin ich?", das heitere Berufe-Raten mit dem "legendären" Robert ("Welches Schweinderl hätten Sie denn gern?") Lemke, immer montags im Programm.
1957 sendete die ARD täglich bereits fünf Stunden. 1963 startete das ZDF. Ab 1967 flimmerte es in deutschen Wohnzimmern endlich auch in Farbe. Aber ohne Pause rund um die Uhr wurde erst seit 1995 gesendet.


