

...und dann war da noch die englische Schauspielerin Bethany Halliday (27), die der Theaterproduktionsfirma D'Oyly Carte Opera Company sexuelle Diskriminierung vorwarf, nachdem man ihr mitgeteilt hatte, sie sei für die Rolle einer Jungfrau im Teenageralter absolut ungeeignet.
Es ging um die Gilbert & Sullivan-Oper "The Pirates of Penzance". In dieser Komischen Oper treten u.a. vier Mädchen im Teenageralter auf, die von Piraten gefangen genommen werden - vier scheue unbedarfte Mädchen, die jedes Mal verlegen kichern, wenn sie einen Mann auch nur von Weitem zu Gesicht bekommen. Für die Rolle eines dieser scheuen Mädchen hatte Bethany Halliday vorgesprochen - und wurde abgelehnt.

Eine solche Begründung mochte Bethany nicht gelten lassen. Sie fühlte sich als Schwangere diskriminiert und klagte. Sie könne ihre Schwangerschaft durch die weiten Kostüme, die für die Zeit typisch seien, in der die Oper spiele, gut kaschieren, meinte sie. Das sah die Theatergruppe wiederum ganz anders. Zur fraglichen Rolle gehöre es nun mal, so Ian Martin, der Leiter der fraglichen Theatergruppe, dass die Hauptdarstellerin ein eng sitzendes Korsett trage.

Schade eigentlich. Denn vermutlich wäre "Pirates of Penzance" mit der hochschwangeren Jungfrau Bethany erst zu dem geworden, was dem berühmten Duo William Schwenk Gilbert und Arthur Seymour Sullivan seinerzeit vorschwebte: eine wirklich komische Komische Oper...
Quelle: www.theage.com/
